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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Tomatenfrosch

Alltag
Tomatenfrösche sind in der Dämmerung aktiv, tagsüber verstecken sie sich (Bild: SWR)
Tomatenfrösche sind in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Den Tag verbringt das Tier meist eingegraben im Boden oder im Laub versteckt. Erst wenn es dunkel wird, kommt es aus seinem Versteck hervor.

Dann geht der Frosch auf Futtersuche und fängt Insekten, Insektenlarven, Schnecken, Regenwürmer und auch andere kleine Lurche.
Tomatenfrösche brauchen einen feuchten Lebensraum. Wenn auf Madagaskar die Trockenzeit beginnt, legen die Tiere deshalb eine Ruhephase ein und überdauern die Zeit geschützt im Boden eingegraben.
Wenn Gefahr droht, bläht sich der Tomatenfrosch auf (Bild: SWR)
Wenn sich Tomatenfrösche bedroht fühlen, blähen sie sich auf und verspritzen ein Sekret aus ihren Hautdrüsen.
Der Strahl kann mehrere Zentimeter weit reichen.

Dieses Sekret ist eine reizende Flüssigkeit, die beim Menschen sogar dazu führen kann, das die Haut anschwillt.
Nachwuchs
Zwei Tomatenfrösche in einem Tümpel (Bild: SWR)
Wenn im März die Regenzeit beginnt, ist bei den Tomatenfröschen Zeit für die Fortpflanzung. Dann wandern die Tiere in flache Tümpel und mit Wasser gefüllte Gräben.
Nachts lassen die Männchen laute Balzrufe hören. Dieser Gesang besteht aus einer langen Folge von bis zu 60 einzelnen Tönen.

Insgesamt klingt der Balzgesang der Tomatenfrösche ein wenig wie Hühnergegacker.
Bei der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen. Nachdem das Weibchen die Eier gelegt hat, schwimmen sie wie ein dünner Film auf der Wasseroberfläche.
Die Eier sind winzig klein und messen nur drei Millimeter. Sie sind schwarzweiß gefärbt. Ein Weibchen kann etwa 1000 bis 1500 Eier ablegen. Schon nach zwei Tagen schlüpfen die nur sechs Millimeter großen, durchsichtigen Kaulquappen. Sie haben keine Beine aber einen Schwanz. Und sie atmen wie Fische mit Kiemen.
Nach etwa zwei bis drei Monaten sind sie schon viereinhalb bis fünfeinhalb Zentimeter groß. Dann beginnt die Umwandlung zum Frosch, die so genannte Metamorphose: Die Beine wachsen, die Tiere werfen ihren Schwanz ab und beginnen, mit ihren Lungen zu atmen. Schließlich gehen sie an Land.
Zu dieser Zeit sehen sie noch ganz anders aus als ihre Eltern: Sie sind gelb gefärbt. Erst wenn sie etwa zwei Zentimeter groß sind, bekommen sie die typische rote Farbe. Geschlechtsreif werden sie mit etwa einem Jahr.
Sprache
Auch außerhalb der Balzzeit geben die Frösche Laute von sich, die an das Gackern eines Huhns erinnern.
Autorin: Barbara Kiesewetter