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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Warane

OLI entdeckt einen jungen Sandwaran. Ausgewachsen können diese Tiere über einen Meter lang werden.
Ein Regenwald-Nilwaran liegt in seinem Terrarium (Bild: dpa Picture-Alliance)

Varanus

Warane erinnern vom Aussehen an urzeitliche Echsen. Die zum Teil sehr großen und imposanten Tiere sind sehr schnelle und geschickte Räuber.
Aussehen
Ein Waran läuft über eine Sandstraße (Bild: SWR)Warane gehören zur Klasse der Reptilien und dort zur Ordnung der Schuppenkriechtiere. Ihr Körper ist, wie für Echsen typisch, lang gestreckt und von Schuppen bedeckt. Sie haben vier relativ lange Beine mit je fünf Fingern, die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine. Der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt, die Schnauze ist spitz.
Der Schwanz ist meist länger als der Körper. Wie alle Reptilien sind Warane wechselwarm, das heißt, ihre Körpertemperatur hängt von der Temperatur der Umgebung ab.
Die kleinste Waranart ist der Kurzschwanzwaran. Er misst von der Schnauze bis zur Schwanzspitze gerade einmal 23 cm und wiegt 17 Gramm. Der größte Waran ist der Komodowaran. Er wird bis zu drei Meter lang und bis zu 70 Kilogramm schwer.
Das typische Merkmal der Warane ist ihre lange, an der Spitze gespaltene Zunge, die doppelt so lang sein kann wie der Kopf.
Ein Regenwald-Nilwaran züngelt in seinem Terrarium (Bild: dpa Picture-Alliance)Die Nasenlöcher sind rund oder schlitzförmig und sitzen entweder direkt an der Schnauze, vor den Augen oder dazwischen. Sie sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Weil es so viele Arten gibt, ist die Färbung der Warane sehr unterschiedlich. Die Grundfarbe dient meist der Tarnung im jeweiligen Lebensraum. Der Smaragdwaran ist leuchtend grün, der Panay-Waran schwarz. Andere haben Muster aus Punkten oder Querbändern. Und meist ist der Bauch heller als der Rücken.
Heimat
Warane leben fast nur in den Tropen und Subtropen, und nur zu einem geringen Teil in gemäßigten Regionen. Sie sind in fast ganz Afrika, auf der arabischen Halbinsel und über Mittel- und Südasien bis nach Südostasien und Australien zu finden.

Einige Arten besiedeln sogar Inseln im Pazifik wie die Salomonen, die Marshallinseln und einige andere.
Lebensraum
Ein Waran rennt in die Straßenböschung (Bild: SWR)Die verschiedenen Waranarten leben in ganz unterschiedlichen Lebensräumen.
Manche halten sich ausschließlich auf dem Boden auf, andere auf Bäumen. Einige Arten gehen auch ins Wasser. Manche sind im Regenwald zu finden, andere in der Wüste und in Mangroven, manche in der Nähe von Städten und Dörfern.
Rassen und Arten
Ein Regenwald-Nilwaran liegt in seinem Terrarium (Bild: dpa Picture-Alliance)Zur Gattung der Warane gehören 74 Arten. Neuguinea und Australien sind die Regionen mit den meisten Waranarten.
Der Wüstenwaran kommt am weitesten nördlich vor. Er lebt von Nordafrika und Mittelasien bis zu Aralsee und zum Kaspischen Meer.
In Afrika leben beispielsweise der Weißkehlwaran, der Steppenwaran und der Nilwaran, in Asien kommen der Komodowaran, der Panay-Waran und der Smaragdwaran vor, und in Australien sind der Stachelschwanzwaran, der Streifenschwanzwaran oder der Australische Baumwaran zu Hause.
Lebenserwartung
In Gefangenschaft werden viele Waranarten etwa zehn Jahre alt, manche bis zu 20 Jahre. Der Komodowaran kann vermutlich bis zu 30 Jahre lang leben.
Autorin: Barbara Kiesewetter