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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Wickelschwanz - Skink

Alltag
Wickelschwanz-Skink auf einem Ast (Bild: SWR)
Wickelschwanz-Skinke sind die größten aller heute noch lebenden Skinke.
Sie klettern geschickt durch die Bäume der Regenwälder und halten sich mit ihrem Greifschwanz wie mit einer fünften Hand an den Ästen fest.

Manchmal hängen sie so auch kopfüber in einem Baum.

Zusätzlichen Halt beim Klettern bieten ihre Krallen. Wickelschwanz-Skinke sind reine Baumbewohner und gehen nie auf den Boden.
Wickelschwanz-Skink im nassen Terrarium (Bild: SWR)
Über ihr Leben ist noch ziemlich wenig bekannt: Sie sind an ein Leben in tropischem Klima angepasst und vertragen Temperaturen bis zu 40°C. Die Tiere sind eher scheu, sehr ruhig und friedlich. Wenn sie sich bedroht fühlen, reißen sie das Maul weit auf, fauchen und können sogar kratzen und zubeißen.

Wenn sie in Gefangenschaft gehalten werden, können sie sich aber auch an ihren Pfleger gewöhnen und nehmen schließlich sogar aus dessen Hand Futter an.
Wickelschwanz-Skink in seinem Versteck (Bild: SWR)
Weil Wickelschwanz-Skinke nachtaktiv sind, wird man sie in der Natur nur selten entdecken, und auch im Terrarium verstecken sie sich tagsüber geschickt zwischen Ästen und Blättern.

Erst wenn es dämmrig und dunkel wird, kommen sie aus ihren Verstecken hervor und klettern durch die Bäume.
Freunde und Feinde
Nur größere Reptilien wie etwa Warane können den Wickelschwanz-Skinken gefährlich werden. Jungtiere werden manchmal auch von Vögeln erbeutet.
Nachwuchs
Zwei Wickelschwanz-Skinke (Bild: SWR)
Wickelschwanz-Skinke legen nicht wie die meisten anderen Reptilien Eier, sondern bringen ihre Jungen lebend zur Welt.

Meist gebärt ein Weibchen sechs bis acht Monate nach der Paarung ein bis zwei Jungtiere.
Anders als viele andere Reptilien haben Wickelschwanz-Skinke einen richtigen Familiensinn: Sie passen auf ihre Jungen auf und beschützen sie.

Selbst wenn die Kleinen erwachsen sind, bleiben die Tiere noch eine Zeit lang als Familie zusammen.
Sprache
Wickelschwanz-Skinke geben kaum Laute von sich; sie lassen höchstens bei Gefahr ein Fauchen hören.
Autorin: Barbara Kiesewetter