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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Wüstenrennmaus

Ernährung
Wüstenrennmaus beim Fressen (Bild: SWR)
Rennmäuse leben in erster Linie vegetarisch. In der Natur fressen sie hauptsächlich Samen und Getreide. Wenn man Rennmäuse hält, gibt man ihnen am besten eine fertige Mischung für Rennmäuse aus dem Zoofachhandel zu fressen. Geeignet sind auch Hirse und andere Samen. Ab und zu darf man ihnen auch mal eine Scheibe Vollkorn-Knäckebrot geben.
Da Rennmäuse in der Natur auch ab und zu Insekten fressen, sollte man ihnen gelegentlich z.B. Mehlwürmer geben, damit sie genug Eiweiß bekommen.
Der Anteil sollte aber nicht mehr als 15 Prozent des gesamten Futter ausmachen.

Obst und Gemüse mögen Rennmäuse zwar, sie dürfen es aber nur in kleinen Portionen fressen: Möhren, Gurke, Endivie und Obst oder ab und zu eine gekochte Kartoffel vertragen sie jedoch ganz gut. Außerdem nagen sie gerne an Zweigen; es dürfen aber nur welche von Obstbäumen oder Weiden sein.
Pro Tag brauchen Rennmäuse sechs bis zehn Gramm Futter und drei bis fünf Milliliter Wasser.
Haltung
Wüstenrennmaus im Käfig (Bild: SWR)
Rennmäuse sind prima Haustiere. Am besten hält man mehrere Weibchen oder mehrere Männchen; Geschwister vertragen sich am besten miteinander. Auf alle Fälle brauchen sie genügend Platz, um sich austoben zu können.
Für zwei Tiere muss der Käfig mindestens 80 mal 40 Zentimeter groß sein, für mehr Tiere natürlich größer.

Der Käfig wird mit Heu und Sand eingestreut. Der Sand sollte allerdings kein Vogelsand sein, denn darin sind kleine Muschelstücke enthalten, an denen sich die Mäuse verletzen können.
Aus Papiertaschentüchern oder Küchenrollenpapier bauen sich die Rennmäuse ein kuscheliges Nest.

Natürlich gehören in einen Käfig auch ein Fressnapf und eine Trinkflasche sowie ein Laufrad und eine kleine Leiter zum Turnen und Austoben. Steine und Wurzelstücke dienen zum Klettern und Verstecken. Und in einem Napf mit Sand genießen die Rennmäuse ihr Sandbad.
Pflegeplan
Täglich müsst ihr die Rennmäuse mit Futter versorgen und das übrige frische Futter vom Vortag entfernen. Eventuell könnt ihr auch frische Äste zum Nagen in den Käfig geben. Außerdem sollte täglich das Trinkwasser gewechselt und oberflächlich verschmutzte Einstreu entfernt werden. Und natürlich müsst ihr jeden Tag nachschauen, ob alle Tiere gesund und munter sind.

Damit ein Teil ihrer Gänge und Kammern mit Duftmarken erhalten bleibt, solltet ihr nie die komplette Einstreu auswechseln. Am besten erneuert ihr alle paar Wochen jeweils nur ein Drittel, dann sind die Tiere nicht so verwirrt.


Autorin: Barbara Kiesewetter