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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Ziege

Alltag
Ziegen werden gefüttert (Bild: SWR)Ziegen lieben Gesellschaft: In einer Herde mit anderen Ziegen fühlen sie sich am wohlsten. In der Herde gibt es eine Rangordnung: Wer in der Gruppe ganz oben steht, darf auch als erstes an den Futterplatz.
Werden Ziegen mit anderen Tieren gehalten - also zum Beispiel mit Schafen - führen sie meist die Herde an.

Ziegen auf einer Wiese (Bild: SWR)Tagsüber sind Ziegen dauernd in Bewegung: Sie wandern über ihre Weiden und suchen Futter. Und weil sie sehr schlaue Tiere sind, finden sie in jedem Zaun auch das kleinste Schlupfloch.
Zum Ausruhen legen sie sich meist an Plätze, die etwas höher gelegen sind. Hier haben sie die beste Aussicht und können eine Gefahr schneller erkennen.
Eine Ziege wird gemolken (Bild: SWR)Heute gibt es verschiedene Ziegen-Rassen, die alle unterschiedliche Eigenschaften haben: Manche von ihnen geben bis zu 1200 Liter Milch im Jahr.
Die Mohair- oder die Kaschmirziegen liefern jährlich bis zu 5 Kilogramm Wolle.
Andere Ziegen-Rassen werden vor allem gehalten, damit sie geschlachtet werden können.
Freunde und Feinde
Ziegen können von Bären, Wölfen oder Luchsen erlegt werden. Junge Zicklein auch von Greifvögeln. Heute haben in Europa lebende Ziegen aber kaum noch natürliche Feinde.
Nachwuchs
Ein Zicklein (Afrikanische Zwergziege) (Bild: SWR)Wenn eine Ziege etwa eineinhalb Jahre alt ist, kann sie zum ersten Mal Junge bekommen.
Nach 150 Tagen kommen ein bis drei Zicklein zur Welt. Sie wiegen etwa 4 Kilogramm, haben noch keine Hörner und können sofort laufen und springen.
Etwa drei Monate lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt, dann beginnen sie, Gras und Kräuter zu fressen.
Sprache
Jeder kennt das typische Meckern einer Ziege. Wenn Gefahr droht, lassen sie einen Warnpfiff hören. Wenn sie Angst haben, blöken sie.
Autorin: Barbara Kiesewetter