Wenn nicht ihr, dann wir!

Fatou kämpft! Gegen Wassermangel

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SWR

Die 14-jährige Fatou kämpft um den Zugang zu Wasser in ihrem Dorf am Rande der Sahara im Senegal. Ihre Region gehört zu den trockensten in Afrika.

Fatou lebt in einem winzigen Dorf im Senegal. Seit ein paar Jahren regnet es hier immer seltener. Fatou ist besorgt. Fließendes Wasser gibt es hier nicht. Jeden Tag muss Fatou deshalb mit einem Eselskarren Wasser holen und damit die 19 Menschen in ihrem Dorf versorgen.  

Fatous Traum ist es, Ärztin zu werden. Dafür muss sie in der Schule gut sein. Doch sie verbringt ihre Nachmittage damit, Wasser zu holen und im Haushalt zu helfen. Fürs Lernen bleibt da kaum Zeit. 

Fatou erfährt vom Wasserprogramm der „FAO“, der  Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Dörfer in besonders trockenen Gegenden erhalten durch das Programm große Wassertanks, in denen Regenwasser für Dürreperioden aufgefangen wird. So einen Tank will Fatou unbedingt organisieren!

Ich liebe diese Stimmung, kurz bevor es nach einer langen Dürre endlich regnet. Dann verdüstert sich der Himmel und kleine Blitze zucken. Wenn es regnet, ist es einfach nur schön. 

Fatou und ihre jüngere Schwester Khady holen täglich Wasser für die Menschen in ihrem Dorf.   (Foto: SWR, Irja von Bernstorff)
Fatou und ihre jüngere Schwester Khady holen täglich Wasser für die Menschen in ihrem Dorf. Irja von Bernstorff Bild in Detailansicht öffnen

Steckbrief von Fatou

Fatous Vorbild ist ihre große Schwester. Mehr über sie, ihre Familie und ihre Träume erfahrt ihr in Fatous Steckbrief:

Kostbares Trinkwasser

Über zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Für viele ist Wasser ein teures Gut. Oft sind Mädchen und Frauen dafür zuständig, das Wasser für den täglichen Bedarf von weit entfernten Wasserstellen zu holen.  

Der Klimawandel führt in vielen Regionen zu extremen Wetterlagen. Lange Dürreperioden wechseln sich mit seltenen, oft heftigen Regenfällen ab. Die ausgetrockneten Böden können das Wasser aber nicht mehr richtig aufnehmen. In manchen Gegenden der Welt ist der Wasserspiegel bereits um über 100 Meter gesunken. 

Laut einem UNICEF-Bericht sterben jährlich über 300.000 Kinder an Durchfall-Erkrankungen als Folge von verunreinigtem Trinkwasser und mangelnder Hygiene. 

Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen wurden 2010 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Menschenrechte anerkannt.  

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