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Arm zu sein bedeutet mehr als kein Geld zu haben und sich viele Dinge nicht kaufen zu können. Aber ab wann gilt jemand als arm?

Armut - was bedeutet das?

Armut heißt einen Mangel an lebenswichtigen Dingen zu haben. Also nicht genügend Essen, warme Kleidung und Wohnraum. Armut kann aber auch bedeuten zu wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr arme Menschen und das bedeutet auch: es gibt immer mehr arme Kinder.

Kinder sind arm, weil ihre Eltern es sind und das kann viele verschiedene Ursachen haben.

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Gewusst?

  • Materielle Armut: Materielle Armut bedeutet nicht ausreichend Geld, Essen, Kleidung und Wohnraum zu haben.
  • Emotionale Armut: Manchmal haben Erwachsene nur wenig Zeit für ihre Kinder oder können ihnen ihre Zuneigung nicht zeigen, das heißt sie hören den Kindern nicht zu oder nehmen sie nicht in den Arm und trösten sie, wenn sie traurig sind. Immer dann, wenn Kinder vernachlässigt und alleine gelassen werden, ist von "emotionaler Armut" die Rede.
  • Soziokulturelle Armut: Arme Menschen werden oft von der Gesellschaft ausgeschlossen. Weil sie kein Geld haben, können sie nicht an gemeinschaftlichen Freizeitaktivitäten oder kulturellen Angeboten wie Konzerten oder Theateraufführungen teilnehmen - das grenzt sie aus.
Ein Kind sitzt einsam auf einem Karussel (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Kay Nietfeld)
In manchen Wohnvierteln gibt es viele arme Menschen. Kay Nietfeld

Arm in einem reichen Land?

Die häufigste Ursache für Armut ist Erwerbslosigkeit. In manchen Ländern gibt es nicht genügend Arbeit für alle. Menschen können aber auch erwerbslos werden, weil das Unternehmen, in dem sie arbeiten, schließen muss.

Manche Menschen arbeiten den ganzen Tag und trotzdem reicht ihr Lohn nicht aus, um sich oder ihre Familie zu ernähren. Manchmal sogar dann nicht, wenn sie noch zusätzlich einen Nebenjob machen. Ein zu geringer Arbeitslohn kann nicht nur Ursache für materielle Armut sein, sondern auch dazu führen, dass Menschen wenig Zeit mit ihrer Familie verbringen können, weil sie viel arbeiten müssen.

Auch familiäre Notlagen können Armut auslösen. Zum Beispiel kann nach einer Trennung oder Scheidung der Eltern das Geld knapp werden, wenn die Gehälter nicht für zwei Wohnungen reichen.

Gewusst?

Der 17. Oktober steht im Zeichen der weltweiten Bekämpfung von Armut. 1992 haben die Vereinten Nationen diesen Tag zum "Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut" erklärt.

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