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Die Klettpflanze hat kleine Haken an der Blüte, die am Tierfell gut haften und kleben. Dank der Klette brauchen wir an Schuhen z.B. keine Schnürsenkel mehr. Was haben wir Menschen wohl daraus entwickelt?

Von der Klettpflanze zum Klettverschlusses

Der Erfinder George de Mestral hat bei einem Spaziergang Kletten an seiner Kleidung und im Fell seines Hundes entdeckt. Er entfernte sie vorsichtig, nahm sie mit und untersuchte sie unter seinem Mikroskop. Dabei entdeckte er, dass die Klette winzige elastische Häkchen hat. George de Mestral brauchte noch rund 10 Jahre, bis er diese Häkchen-Methode nachahmen und den Klettverschluss mechanisch herstellen konnte.

Eine Klette - eine Pflanze mit Kletten (Foto: Colourbox)

Die Technik

Der Klettverschluss besteht aus zwei Nylonstreifen. Einer davon hat Häkchen, der andere ungefähr 15 mal soviel Schlaufen auf der Oberseite. Zusammengepresst ergeben sie einen praktischen Schnellverschluss.1951 meldete de Mestral seine Idee zum Patent an.

Nahaufnahme von einem Klettverschluss (Foto: SWR)
Nur zwei Nylonstreifen

Heute finden sich Klettverschlüsse an Schuhen, Bekleidung, in Autos, an Babywindeln, Rucksäcken und - an den Raumanzügen der Astronauten. Letztere haben übrigens als erste die Vorzüge der Erfindung erkannt. In der Schwerelosigkeit des Weltraums war es oft schwierig, mit klobigen Raumfahrthandschuhen Dinge zu befestigen. Nun mussten Werkzeuge und andere Gegenstände nur noch angedrückt werden - fertig!

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