Steckbrief

Fatou aus dem Senegal

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Die 14-jährige Fatou kämpft um den Zugang zu Wasser in ihrem Dorf am Rande der Sahara im Senegal. Ihre Region gehört zu den trockensten in Afrika.

Portrait von Fatou. Die 14-jährige lebt im Senegal am Rande der Sahara.  (Foto: SWR, Irja von Bernstorff)
Fatou aus dem Senegal leidet unter der weltweiten Wasserknappheit. Mehr als 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Irja von Bernstorff

Wasser ist alles! Ohne Wasser hat unser Vieh nichts zu trinken und die Pflanzen sterben. Es gibt kein Leben ohne Wasser.

Steckbrief von Fatou:

Vorname: Fatoumata
Spitzname:
Fatou
Alter:
14
Wohnort/Region:
Dorf Pampi in der Region Louga im Senegal

Beschreibe deine Familie! Mein Vater hat drei Frauen geheiratet und ich habe drei Geschwister. Mein jüngerer Bruder heißt Ousmane, meine jüngere Schwester Khady und meine ältere Schwester Aissata. Wir leben alle zusammen in einem winzigen Dorf.

Was isst du am liebsten? Mein Lieblingsgericht ist Reis mit Rind. Aber das gibt es nur selten.  Ich esse sehr gerne scharf.

Wie lange holst du schon Wasser für Dein Dorf? Ich habe als kleines Mädchen angefangen, Wasser zu holen. Da war ich etwa 5 Jahre alt.  Ich bin damals mit meiner älteren Schwester gefahren. Wir holen immer zu zweit Wasser, weil unterwegs Einiges passieren kann: manchmal bricht z.B. ein Rad unseres Wasserkarrens oder ein Esel verletzt sich.

Was willst du mal werden? Ich möchte unbedingt studieren und Ärztin werden. Danach werde ich in mein Dorf zurückgehen und die Menschen versorgen, wenn sie Schmerzen haben. Das nächste Krankenhaus ist sehr weit von meinem Dorf entfernt.

Wer ist dein Vorbild? Meine ältere Schwester ist mein großes Vorbild. Sie hat es geschafft, die Schule zu beenden. Sie studiert jetzt in Dakar. Das ist auch mein Ziel. Ich bräuchte aber mehr Zeit, um zu lernen und Hausaufgaben zu machen. Wenn ich nachts lerne, fällt es mir am nächsten Tag in der Schule schwer, mich zu konzentrieren.

Wie war dein erster Besuch in eurer Hauptstadt Dakar? Als ich mit meinem Onkel in die Hauptstadt gefahren bin, habe ich zum ersten Mal das Meer gesehen. Ich war so aufgeregt und dachte mir: „Wie toll, dass Dakar soviel Wasser hat.“ Als ich am Strand war, habe ich als erstes das Wasser im Meer probiert. Ich war total überrascht, dass es salzig ist.

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AUTOR/IN
SWR