Gestreifter Rosenkäfer (Foto: picture-alliance / Reportdienste, blickwinkel)

Eudicella gralli

Gestreifter Rosenkäfer

STAND
AUTOR/IN
Barbara Kiesewetter

Die Männchen dieser großen Käfer tragen ein bizarres Kennzeichen: Auf ihrem Kopf sitzt ein großes, nach hinten gebogenes, zweispitziges Horn.

Steckbrief

Wie sehen Gestreifte Rosenkäfer aus?

Der Gestreifte Rosenkäfer ist ein recht großer Käfer: Die Weibchen werden bis zweieinhalb, die Männchen bis drei Zentimeter lang. Manche Tiere erreichen sogar eine Länge von vier Zentimetern. Da es viele verschiedene Unterarten gibt, sind die Käfer unterschiedlich gefärbt:

Manche haben beige Flügeldecken mit drei breiten, grünen Längsstreifen.

Bei anderen sind Teile der Flügeldecken rot gefärbt und auch die grünen Längsstreifen sind rot umrahmt.

Einige Unterarten haben braune Beine. Es gibt aber auch welche mit schwarz-grünen Beinen. Das Brustschild ist hellgrün bis kupferfarben.

Typisches Kennzeichen der Männchen ist das nach hinten gebogene Horn auf dem Kopf, das zwei Spitzen besitzt. Je besser die Ernährung während des Larvenstadiums war, desto größer und schöner ausgebildet ist das Horn der Männchen.

Wo leben Gestreifte Rosenkäfer?

Alte Unterarten des Gestreiften Rosenkäfers stammen aus Zentralafrika. Man findet sie von Gabun bis Uganda.

Der Gestreifte Rosenkäfer lebt vor allem im und auf dem Boden sowie auf den Ästen von Büschen und Sträuchern.

Welche Gestreifte Rosenkäferarten gibt es?

Die Gestreiften Rosenkäfer gehören zur Ordnung der Käfer und damit zu einer der artenreichsten Gruppen der Insekten. Es sind etwa 350.000 verschiedene Käfer-Arten bekannt. Typisch sind die harten, oft sehr schön bunt gefärbten Deckflügel.

Innerhalb dieser Ordnung zählen sie zur Familie der Scarabaeidae - der Blatthornkäfer. Sie sind zum Beispiel mit dem Maikäfer und dem Mistkäfer verwandt. In Mitteleuropa gibt es von den Blatthornkäfern 150 Arten. Viele Arten kommen aber auch in tropischen Regionen vor.

Vom Gestreiften Rosenkäfer gibt es 13 verschieden Unterarten, die in den verschiedenen Regionen Afrikas leben und auch alle etwas unterschiedlich aussehen.

In Burundi zum Beispiel lebt die Unterart Eudicella gralli thiryi und im Kongo die Unterart Eudicella gralli hubini.

Diese beiden Unterarten werden auch am häufigsten bei uns gezüchtet und in Terrarien gehalten.

Manche Verwandte des Gestreiften Rosenkäfers gehören zu den größten Käfern überhaupt und können bis zu 100 Gramm wiegen.

Wie alt werden Gestreifte Rosenkäfer?

Gestreifte Rosenkäfer werden meist nur drei bis vier Monate alt. Manche Unterarten werden bis zu einem halben Jahr alt.

Verhalten

Wie leben Gestreifte Rosenkäfer?

Gestreifte Rosenkäfer werden gerne in Terrarien gehalten, weil sie sehr große, ungewöhnliche Käfer sind.

Das Horn der Männchen mit seinen zwei Spitzen trägt an den Enden mehrere kleine schwarze Zähne. Es kann insgesamt eine Länge von 14 bis 16 Millimetern erreichen.

Die Käfer sind tagaktiv und sehr lebendig: Vom Morgen bis zum Abend kann man beobachten, wie sie herumlaufen und nach Nahrung suchen. Diese besteht überwiegend aus Pflanzen, die die Käfer mit ihren zangenartigen Mundwerkzeugen zerkauen.

Mit ihren Beinen können sie sich gut an Ästen und sogar an der Blattunterseiten festhalten: Dazu haben sie kleine Häkchen an den Fußenden, mit denen sie sich festklammern.

Freunde und Feinde des Gestreifte Rosenkäfer

Vögel und Reptilien können den Käfern gefährlich werden. Besonders die Larven sind ein willkommener Leckerbissen. Zwar vergraben sie sich in der Erde. Doch wenn sie entdeckt werden, sind sie nicht schnell genug, um zu entkommen.

Wie vermehren sich Gestreifte Rosenkäfer?

Wie bei allen Insekten und damit auch bei Käfern schlüpfen die Larven aus Eiern. Nach der Paarung legen die Weibchen der Gestreiften Rosenkäfer die Eier in die Erde ab. Man kennt drei Larvenstadien, die eine Entwicklungszeit von insgesamt sechs bis neun Monaten haben.

Die einzelnen Stadien sind an der unterschiedlichen Breite ihres Kopfes zu erkennen. Das erste Larvenstadium hat einen 1,5 Millimeter breiten Kopf.

Das zweite einen Kopf von etwa drei Millimeter Breite. Und das dritte Larvenstadium schließlich besitzt einen sechs Millimeter breiten Kopf.

Die Larven werden auch Engerlinge genannt. Sie werden bis zu sechs Zentimeter lang und wiegen etwa sieben Gramm. Ihr Körper besteht aus vielen gleichartigen Körperabschnitten. Typisch für die Larven der Gestreiften Rosenkäfer ist eine harte Platte auf der Oberseite des letzten Hinterleib-Abschnitts.

Die Larven der Gestreiften Rosenkäfer sind so gefräßig, dass sie sich manchmal sogar gegenseitig fressen.

Am Schluss ihrer Entwicklungszeit verpuppen sich die Larven und kleben ihre Kokons an Äste oder Steine oder an die Wand des Terrariums.

In diesem Kokon ruhen die Puppen fünf Wochen lang und verwandeln sich. Schließlich schlüpfen die fertigen Käfer.

Züchtet man Gestreifte Rosenkäfer selber, kann man die Entwicklung von der Larve über die Puppe bis zum Käfer gut beobachten.

Pflege

Was fressen Gestreifte Rosenkäfer?

Gestreifte Rosenkäfer sind Vegetarier.

Sie fressen Blüten und Pflanzen, mögen aber auch Obst und Blütenpollen.

Als Larve ernähren sie sich von Pflanzen- und Laubresten, die auf dem Boden liegen. In Gefangenschaft werden sie vor allem mit Obst, Salat und Kartoffelstückchen gefüttert.

Haltung von Gestreiften Rosenkäfern

Die Gestreiften Rosenkäfer können leicht in Terrarien gehalten werden. Die Tiere werden bei uns nachgezüchtet und können bei Züchtern gekauft werden.

Die Terrarien sollten eine Fläche von 40 x 30 Zentimeter haben und 40 Zentimeter hoch sein. Außerdem sollten sie mit Ästen ausgestattet sein, auf die die Käfer klettern können. Der Boden wird mit einer Mischung aus Walderde und Mist ausgestreut.

Weil die Tiere aus den tropischen Regionen Afrikas kommen, brauchen sie Wärme. Das Terrarium muss deshalb auf eine Temperatur von 22 bis 28 °C aufgeheizt sein. Nachts sollte es noch mindestens 18 °C warm sein.

Pflegeplan für Gestreifte Rosenkäfer

Man muss die Käfer regelmäßig füttern und das Terrarium reinigen.

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