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Das Wort "Känguru" kommt aus der Sprache der Aborigines, der australischen Ur-Einwohner. Der Seefahrer James Cook war der erste Europäer, die von den Kängurus berichtete.

Steckbrief

Wie sehen Kängurus aus?

Das Känguru ist ein Beuteltier und gehört zur Familie der Kängurus, von denen es mehr als 80 verschiedene Arten gibt.

Sie werden zu zwei verschiedenen Unterfamilien gerechnet, nämlich den Echten Kängurus, zu denen auch die Riesenkängurus oder das Bennett-Känguru gehören und den Rattenkängurus, zu denen das Bürstenschwanzkänguru zählt.

Alle Kängurus haben ein typisches Aussehen: An einem runden Hinterleib setzen lange, kräftige Beine an, mit denen sie sich hüpfend fortbewegen.

Außerdem haben sie einen langen Schwanz, der hauptsächlich als Stütze und zur Balance dient. Am schlanken Vorderkörper sitzen kleine Vorderbeine.

Kängurus können unterschiedlich groß werden:

Bennett-Kängurus haben eine Größe von etwa 90 bis 105 Zentimetern.

Riesenkängurus können größer als ein Mensch werden und Bürstenschwanzkängurus sind so klein wie Kaninchen.

Wo leben Kängurus?

Kängurus leben in Australien und auf den vorgelagerten Inseln wie Tasmanien und Neuguinea.

Riesenkängurus mögen am liebsten trockene und heiße Gegenden. Sie leben in Halbwüsten, Steppen und Buschländer.

Die Bennett-Kängurus leben dagegen in den Küstenregionen Ost-Australiens, in Tasmanien und auf den Bass-Straßen-Inseln.

Sie bewohnen Eukalyptus-Wälder, Buschlandschaften und Savannen, die nahe am Wald oder am Busch liegen.

Sie kommen auch in Heidelandschaften vor, die in der Nähe der Küste liegen.

Welche Känguruarten gibt es?

Zwei Unterarten der Bennett-Kängurus sind bekannt. Die eine (Macropus rufogriseus rufogriseus) lebt in Tasmanien und auf den Bass-Straßen-Inseln.

Die andere lebt auf dem australischen Kontinent. In ihrer Heimat heißen sie "Red-necked Wallabies".

Bei Rattenkängurus gibt es acht verschiedene Arten. Neben den Bürstenschwanz-Kängurus sind dies zum Beispiel die Kaninchen-Kängurus und die Roten Rattenkängurus. Zu den Riesenkängurus gehören die Roten und die Grauen Riesenkängurus. Außerdem noch die Bergkängurus und entfernt die Wallabys.

Die Roten Riesenkängurus sind die größten Vertreter der Kängurus und damit auch die größten Beuteltiere der Welt. Im Stehen können sie eine Höhe von 1,80 Meter erreichen.

Von den Grauen Riesenkängurus gibt es zwei Unterarten - deren Namen auf ihr Verbreitungsgebiet in Australien hinweist: das Östliche und das Westliche Graue Riesenkänguru.

Insgesamt gibt es mehr als 80 verschiedene Känguru-Arten.

Sie unterscheiden sich stark in ihrer Größe, ihrem Lebensraum und ihrem Verhalten.

Wie alt werden Kängurus?

Je nach Art und Größe werden Kängurus unterschiedlich alt: Die kleineren werden etwa acht Jahre alt, die größeren bis zu 16 Jahre.

Verhalten

Wie leben Kängurus?

Tagsüber verstecken sich Kängurus und ruhen sich aus. Während der Abenddämmerung kommen sie aus ihrem Unterschlupf und beginnen damit, Nahrung zu suchen.

Auch im Morgengrauen kann man sie oft beim Essen beobachten. Danach verstecken sie sich wieder.

Obwohl Kängurus eher Einzelgänger sind, bilden sie bei der Nahrungssuche oft Gruppen, die bis zu 30 Tiere groß sein können.

Wenn es heiß ist, lecken Kängurus ihre Hände und Unterarme, um sich zu kühlen. Das tun sie auch, wenn sie sich ärgern oder aufregen.

Auch die kleinen Bürstenschwanz-Kängurus sind nachtaktive Einzelgänger.

Tagsüber verstecken sie sich in Mulden, die sie in den Boden graben und in denen sie ein Nest aus Gras bauen.

Diese Nester sind so geschickt zwischen Gras und Gestrüpp versteckt, dass man sie kaum finden kann.

Wie pflanzen sich Kängurus fort?

Beim Nachwuchs unterscheiden sich die Unterarten der Kängurus: Die Tiere, die auf dem australischen Festland leben, bringen das ganze Jahr über Junge zur Welt. Dagegen kommt der Nachwuchs auf Tasmanien nur zwischen Januar und Juli zur Welt. Die meisten Jungen werden hier in den Monaten Februar und März geboren. Bei beiden Unterarten beträgt die Tragzeit 30 bis 40 Tage.

Meist wird nur ein Junges geboren, das winzig ist - etwa so groß wie ein Gummibärchen - und weniger als ein Gramm wiegt.

Die Neugeborenen sind kaum entwickelt und ähneln einem Embryo: Die Augen und Ohren sind kaum ausgebildet, der Körper ist nackt und die Hinterbeine sind noch ganz kurz.

Dennoch krabbelt das Neugeborene durch das Fell der Mutter, bis es innerhalb weniger Minuten nach der Geburt den Beutel an ihrem Bauch erreicht hat. Den richtigen Weg findet es mit Hilfe seines Geruchssinns.

Die Mutter hat eine Speichel-Spur von der Geburtsöffnung bis zum Beutel gelegt.

Dieser Spur folgt das Neugeborene. Im Beutel saugt es sich an der Zitze der Mutter fest. Die Zitze schwillt dann an, so dass das Neugeborene sie nicht mehr loslassen kann.

Anfangs ist es auch zu schwach zum Saugen, deshalb spritzt die Mutter ihrem Kind die Milch in den Mund.

Das Neugeborene verbringt die nächsten neun Monate ausschließlich im Beutel der Mutter. In dieser Zeit reift es zum jungen, fertig entwickelten Känguru heran.

Auch wenn es den Beutel verlassen hat, säugt die Mutter ihr Junges oft noch lange - bis es etwa 12 bis 17 Monate alt ist.

Pflege

Was fressen Kängurus?

Kängurus sind Pflanzenfresser. Gräser, Kräuter und Blätter sind ihre Leibspeise.

Wenn es wenig regnet, kauen sie auch saftige Wurzeln gegen den Durst.

Bürstenschwanz-Kängurus fressen in erster Linie Pilze, die sie im Boden suchen. Sie sind auf diese Nahrung spezialisiert und besitzen in ihrem Darm spezielle Bakterien, um die Pilze verdauen zu können.

Pflanzen, Knollen und Würmer naschen sie nur so nebenbei.

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