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Am 28. August 1963 hielt Martin Luther King seine berühmte Rede "I have a dream" - "Ich habe einen Traum..." in Washington.

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Martin Luther King träumte von einer Welt, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, unabhängig von ihrer Hautfarbe oder Religion.

Noch in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts mussten Schwarze Menschen of Color in den USA im Bus aufstehen, wenn sich eine weiße Person auf ihren Platz setzen wollte. Kinder die Schwarz waren durften nicht in die gleichen Schulen gehen wie weiße und im Kino wurde Schwarzen Menschen of Color - wenn überhaupt - der schlechteste Platz zugewiesen.

"I have a dream..."

1963 organisierten Organisationen, die sich für Gleichberechtigung aller Menschen einsetzten, eine große Demonstration in der Hauptstadt Washington.

1 - Martin Luther King (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
I have a dream... Picture Alliance

Bei dieser Demonstration hielt Martin Luther King seine berühmteste Rede. Er sagte: "Ich habe einen Traum. Dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden."

Mehr als 200.000 Menschen waren zusammengekommen, um gegen die Benachteiligung der Schwarzen Bürger*innen of Color zu demonstrieren.

Kings Einfluss

Sie forderten das Wahlrecht, gleiche Chancen auf einen guten Job und bessere Schulen. King konnte in den Jahren danach immer mehr Menschen überzeugen, für Gerechtigkeit einzutreten.

2 - Martin Luther King (Foto: dpa Bildfunk, Foto: UPI/dpa-Reportage Der Rassismus ist mit Obama natürlich nicht wegradiert worden)
Demonstration in Washington am 28.8.1963 Foto: UPI/dpa-Reportage Der Rassismus ist mit Obama natürlich nicht wegradiert worden

Martin Luther Kings Rede trug dazu bei, dass in den USA 1964 ein Gesetz eingeführt wurde, nach dem alle Menschen gleichberechtigt werden sollten.

Am 4. April 1968 wurde er von einem weißen Rassisten ermordet. Die Trauernden haben sich weiterhin für die Verwirklichung seines Traums eingesetzt.

Rassismus heute

Aber auch heute müssen noch viele gegen Rassismus kämpfen: Schwarze Menschen of Color finden schwerer einen Job und verdienen auch weniger als weiße.

2008 wurde zum ersten Mal in der Geschichte der USA ein Schwarzer Mensch of Color zum Präsidenten gewählt. Sein Name ist Barack Obama und er wurde 2012 wiedergewählt.

Übrigens ist Martin Luther King bis heute der einzige Schwarze Mensch of Color, der in den Vereinigten Staaten mit einem Nationalfeiertag geehrt wird: Jährlich feiern die Amerikaner am dritten Montag im Januar den "Martin Luther King Day".

3 - Martin Luther King (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Der US-amerikanische Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer Martin Luther King jr. während eines Aufenthaltes in London am 25.9.1964. Picture Alliance

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