zwei Huskys erholen sich (Foto: picture-alliance / Reportdienste, imageBROKER)

Canis lupus familiaris, Alaskan Husky, Sibirian Husky

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Huskys brauchen viel soziale Kontakte und Zuneigung. Wenn sie als Schlittenhunde gehalten werden, leben sie meist im Rudel.

Huskys sind eine ganz besondere Hundeart. Sie können sehr weite Strecken zurücklegen und helfen dem Menschen schon seit langer Zeit beim Transport durch kalte Regionen.

Steckbrief

Wie sehen Huskys aus?

Alaskan Huskys sind eine besondere Züchtung der Schlittenhunde, die aus der Kreuzung von Sibirian Huskys mit anderen Wind- und Jagdhunden entstanden ist.

Auf den ersten Blick sehen sie deshalb auch nicht wie typische Schlitten-Hunde aus: Sie können schwarz, rotbraun, weiß oder gescheckt sein. Außerdem haben sie entweder kleine Steh- oder Schlappohren.

Ihre Vorfahren, die Sibirian Huskys, haben dagegen aufrecht stehende Ohren und ein sehr dickes Fell.

Sie sind meist schwarz gefärbt, es gibt aber auch rötliche Tiere. Bauch und Beine sind weiß, ihre Augen meistens blau und nur bei relativ wenigen Tieren braun.

Von den Alaskan Huskies kann man sie sofort durch die typische weiße Gesichtsmaske unterscheiden.

Die Augen der Alaskan Huskys sind nicht immer blau - es gibt auch welche mit braunen Augen.

Sie haben eine Schulterhöhe von 55 bis 60 Zentimeter. Die Weibchen wiegen 22 bis 25 Kilogramm, die Männchen (Rüden) 25 bis 27 Kilogramm. Schwerer dürfen sie nicht sein, da sie sonst nicht mehr so schnell sind und den Schlitten nicht mehr so gut ziehen können.

Das Fell der Alaskan Huskys ist nicht ganz so dick wie das anderer Schlittenhunde, aber es reicht aus, um sie vor extremer Kälte zu schützen. Außerdem hat das dünnere Fell den Vorteil, dass ihnen auch bei warmen Temperaturen nicht gleich die Puste ausgeht.

Die Pfoten der Huskys sind so kräftig, dass ihnen selbst Eis und Schnee nichts anhaben können.

Wo leben Huskys?

Die verschiedenen Schlittenhunde-Rassen stammen alle aus den kältesten Regionen der Nordhalbkugel: aus Sibirien, Grönland, Alaska und aus den arktischen Regionen Kanadas.

Schlittenhunde haben immer mit den Menschen gelebt, die sie als Zug- und Lasttiere verwendet haben:

Mit den Nomadenvölkern Sibiriens, mit den Eskimos, mit den Indianern im Norden Nordamerikas und mit den Bewohnern Grönlands.

Welche Huskyarten gibt es?

Es gibt 4 anerkannte Rassen: Sibirian Husky, Alaskan Malamute, Grönlandhund und Samojede. Der Alaskan Husky gehört offiziell nicht zu den anerkannten Rassen. Denn bei ihm wurden verschiedene andere Rassen wie Jagd -und Windhund eingezüchtet.

Der Sibirian Husky ist einer der Vorfahren des Alaskan Husky. Er stammt, wie sein Name sagt, aus der Region zwischen Lena, Beringmeer und Ochotskischem Meer in Sibirien. Dort waren diese Hunde die Helfer von Rentierzüchtern, Fischern und Jägern. Im Jahr 1909 brachte ein russischer Pelzhändler zum ersten Mal einen Sibirian Husky nach Alaska.

Wie alt werden Huskys?

Schlittenhunde können wie Haushunde bis etwa 14 Jahre alt werden.

Verhalten

Wie leben Huskys?

Schlittenhunde wurden bereits vor mehr als 4000 Jahren von verschiedenen Völkern im Norden Sibiriens und in Nordamerika auf ihren Jagdreisen eingesetzt.

Sie alle dienten als Zug- und Lasttiere, waren sehr streng erzogen und folgten allen Befehlen aufs Wort.

Ab 1800 entdeckten auch die Europäer in Nordamerika die Schlittenhunde als Zugtiere. Und weil die Menschen fasziniert waren von der Leistung der Hunde, fand 1908 im Städtchen Nome in Alaska das erste Schlittenhunderennen über 670 Kilometer statt.

Als sich 1925 in Nome viele Menschen mit der Diphterie - einer schweren Infektionskrankheit - ansteckten, wurden die Huskys berühmt: Sie brachten bei Temperaturen von -50° Celsius in einem über 1000 Kilometer langen Wettlauf mit der Zeit in nur fünf Tagen die lebensrettende Medizin in die Stadt.

Der Alaskan Husky wurde besonders für Schlittenhunderennen gezüchtet.

Deshalb ist er der stärkste und schnellste Schlittenhund: er kann eine Strecke von 50 Kilometern mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von mehr als 32 km/h zurücklegen.

Auf Strecken von 80 bis 100 Kilometer kommt der Alaskan Husky im Durchschnitt immer noch auf 25 bis 27 Kilometer pro Stunde.

Freunde und Feinde des Huskys

Wölfe und Bären können den in der Arktis lebenden Schlittenhunden gefährlich werden. Früher war auch das Zusammenleben mit dem Menschen für die Huskys nicht immer ungefährlich: Bei manchen Nomaden-Stämmen wurden diese Hunde manchmal sogar gegessen!

Wie pflanzen sich Huskys fort?

Eine Husky-Hündin darf frühestens mit 14 Monaten zum ersten Mal trächtig werden. Nach etwa 62 Tagen kommen drei bis zehn Junge zur Welt. Sie werden sechs Wochen von der Mutter gesäugt, danach beginnen sie, feste Nahrung zu fressen. Mit etwa zehn Monaten sind sie erwachsen.

Wie jagen Huskys?

Huskys haben einen sehr starken Jagdtrieb. Sie müssen deshalb sehr gut erzogen werden, sonst machen sie auch Jagd auf Hühner oder Enten.

Wie kommunizieren Huskys?

Huskys bellen wie die anderen alten Nordlandhunderassen auch eher selten.

Dafür widmen sie sich gern dem Gemeinschaftsheulen, fast wie der Wolf.

Sie können dann ohrenbetäubend heulen - und das manchmal über Stunden hinweg.

Pflege

Was fressen Huskys?

Schlittenhunde sind Raubtiere und fressen deshalb vor allem Fleisch. Ein paar Vitamine brauchen sie aber auch.

Deshalb werden sie mit einer Mischung aus Fleisch, Gemüse, Hundeflocken und gekochtem Reis gefüttert. Das Fleisch macht etwa die Hälfte der täglichen Futterration aus.

Schlittenhunde, die hart arbeiten oder bei Rennen mitlaufen, brauchen natürlich sehr viel mehr Futter. Zum Trinken bekommen sie frisches, klares Wasser.

Haltung von Huskys

Schlittenhunde sind ein bisschen anders als zum Beispiel Schäferhund, Spaniel oder Pudel: Sie haben einen viel stärkeren Jagdtrieb und sind mehr auf ein Leben im Rudel eingerichtet als andere Hunde.

Außerdem brauchen sie mehr Bewegung: Nur Gassi gehen reicht ihnen nicht! Sie müssen trainieren und rennen, sonst werden sie unglücklich und krank.

Schlittenhunde schließen sich sehr eng an den Menschen an und sind sehr freundliche Hunde.

Weil sie aber auch ihren eigenen Kopf haben, müssen sie gut erzogen werden: Für sie ist es wichtig zu wissen, wer der "Herr" im Rudel ist und wem sie gehorchen müssen. Deshalb sollte sich ein Erwachsener um sie kümmern.

Richtig glücklich sind Schlittenhunde aber nur, wenn sie im Rudel gehalten und im Gespann mit anderen Hunden laufen dürfen.

Dafür müssen die Huskys erst mal zur Schule gehen, denn das Laufen im Gespann mit vielen anderen Schlittenhunden will gelernt sein.

Sie müssen die verschiedenen Befehle kennen und im selben Tempo laufen wie die ihre Hundegefährten - sonst gibt es ein Durcheinander und die Leinen verheddern sich.

Heute gibt es auch bei uns in Deutschland Schlittenhunderennen, bei denen man Alaskan Huskys und andere Schlittenhunderassen bewundern kann.

Pflegeplan für Huskys

Wie alle Hunde müssen die Huskys täglich gefüttert werden und frisches Wasser bekommen. Dazu kommt die Fellpflege: Regelmäßiges Bürsten muss sein, damit es schön gepflegt und glänzend bleibt.

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