Wie kommt das Salz in das Meer?

Stand
Autor/in
Ursi Zeilinger

Wer schon mal am Meer war, weiß: Das Wasser schmeckt salzig. Warum?


Es beginnt mit dem Regenwasser. Wenn es durch die Erde sickert und durch Bäche und Flüsse fließt, werden Mineralien aus Sand und Steinen heraus geschwemmt. Darunter ist auch immer ein ganz kleines bisschen Salz. Die Menge an Salz ist aber so gering, dass sie zwar geradeso messbar, aber nicht herauszuschmecken ist.

Auf dem Weg ins Meer spülen die Flüsse dann noch mehr Salz und andere Mineralien aus dem Boden heraus. Und weil alle Flüsse der Erde irgendwann ins Meer münden, landen insgesamt doch einige Hundert Millionen Tonnen Salz im Meer.

Warum ist das Meer salzig und die Flüsse nicht?


Die Flüsse liefern nur einen Teil des Salzes, das im Meer ist. Der andere kommt von Gesteinen und Vulkanen auf dem Meeresgrund. Wenn unter dem Meer flüssige Lava austritt, lösen sich Salze. Wissenschaftler/innen nehmen an, dass Vulkane und Gesteine schon seit Milliarden Jahren Salz ins Meer abgeben.

Und so wird das Meer immer salziger. Wenn die Sonne auf die Meeresoberfläche scheint, verdunstet zwar Wasser, das Salz bleibt aber im Meer zurück. Meere sind also riesige Salzspeicher.

Besonders salzig: Das "Tote Meer"

Zeitung lesen im Toten Meer


Das „Tote Meer“ ist besonders salzig. Eigentlich ist es gar kein Meer, sondern ein riesiger See zwischen Israel und Jordanien. Am Toten Meer ist es so heiß, dass sehr viel Wasser verdunstet und darum auch viel Salz zurückbleibt. Und weil es fast nie regnet, kommt kaum „frisches“ Wasser dazu.

Tiere können in diesem Salzwasser nicht überleben. Darum heißt es auch das „Tote Meer“. Für Menschen ist es dafür umso besser: Bei Hautproblemen oder Allergien kann das Salz vom Toten Meer sehr heilsam sein.

Badegäste können sich im Toten Meer ganz gemütlich auf dem Rücken auf's Wasser legen und dabei Zeitung lesen - wie auf einer Luftmatratze. Durch das viele Salz erhöht sich die Dichte des Wassers. Das Wasser wird also schwerer und alles, was darin schwimmt, ist im Verhältnis dazu leichter.

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Ursi Zeilinger